Prof. Dr. Holger Preuß, FB 02 - Sozialwissenschaften, Medien und Sport
Eine Reise öffnet Augen und zeigt wie andere Länder Ihren Unterricht machen. Das motiviert mich an der JGU besser zu werden.
Univ.-Prof. Dr. phil. Renata Makarska, Professorin für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (Polnisch)
Eine Woche lang dürfte ich im Frühjahr 2025 an der Schlesischen Universität in Katowice unterrichten. Das besonders Spannende war das Kennenlernen fast der gesamten Region des Oberschlesiens (verschiedene Fakultäten sind in unterschiedlichen Städten untergebracht) und der Austausch mit Lehrenden und Studierenden verschiedener Fächer (nach einem Vortrag beim Schlesischen Forschungszentrum für Regionalgedächtnis durfte ich auch bei der Polonistik und Germanistik lehren).
Prof. Dr. Katja Schupp, FB 02 - Sozialwissenschaften, Medien und Sport
Erasmus+ war einmal mehr der zentrale Baustein für die Internationalisierung bei uns am Journalistischen Seminar: Mein Lehr-Aufenthalt im März/April 2025 an der Dublin City University, School of Communications, war der Startschuss für unsere Zusammenarbeit, ich habe viele tolle neue Kolleg:innen kennengelernt und zwei Workshops zum Thema traumasensitiver Journalismus angeboten, die sehr gut nachgefragt wurden. Im Mai kommt ein Kollege für die Lehre nach Mainz, ab September kann ich für drei Monate mit einer DAAD-Kurzzeitdozentur dort unterrichten. Am Ende steht dann schließlich hoffentlich, sowie das schon mit der Södertörn Högskola in Stockholm, Schweden, geklappt hat, regelmäßiger Austausch und Vernetzung auf Lehrenden- und Studierendenebene.
Dr. Alina Jasina-Schäfer, Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft
At the end of March 2025, I had the privilege of spending a week at the Department of Ethnology at the University of Copenhagen. This visit marked the start of a new Erasmus+ partnership between our institutions.
During my stay, I taught two seminars for undergraduate students. Both seminars, “Power and Embodied Belonging in East–West European Encounters” as well as “Disparate Europe(s) and Racialised Hierarchies”, encouraged students to reflect on the diversity of European experiences, power relations at play, and the persistence of racialised structures within European societies. The seminars sparked lively discussions, and the students’ openness and intellectual curiosity made the session particularly rewarding.
Later in the week, I had the opportunity to present my own research at the Centre for Advanced Migration Studies (AMIS). My talk focused on the notion of “urban (dis)engagement” and the ways in which migrants from the former Soviet Union in German cities navigate participation and withdrawal in everyday urban life. The feedback I received was thoughtful and constructive, and will be valuable as I prepare the work for journal submission.
Dr. Michael Walschot, Philosophisches Seminar
Participating in the Erasmus+ Teaching Mobility program has been a highlight of my career. I have met new people, created new professional networks, and broadened my appreciation of other cultures. I hope every teacher can have the opportunity to participate in an exchange at least during their career.
Dr. phil. Barlo Hillen | FB 02 Sozialwissenschaften, Medien & Sport
Eine Gastdozentur für Lehrende der Sportwissenschaft an der JYU ist eine wertvolle Erfahrung und sehr zu empfehlen. Im September 2024 wurde es mir, über eine Erasmus+ Gastdozentur, ermöglicht internationale Lehrerfahrung an der Fakultät für Gesundheits- und Sportwissenschaften der Universität Jyväskylä in Finnland zu sammeln. An meinen Lehrveranstaltungen nahmen vornehmlich internationale und finnische Masterstudierende, sowie Doktoranden teil. Diese wurden im Vorlesungs- und Seminarformat gehalten. Thematisch lagen die Lehrinhalte in den Feldern der Leistungsphysiologie unter Berücksichtigung verschiedener Umwelteinflüsse, der Infrarotthermografie und sportwissenschaftlicher Forschungsmethodik. Das Lehrpersonal war hinsichtlich der Gestaltung meiner Lehrveranstaltungen sehr offen. Die Studierenden haben engagiert und aktiv mitgewirkt und standen den Inhalten ebenfalls sehr offen und interessiert gegenüber. Die Kommunikation meiner Lehrveranstaltungen lief sehr gut, so waren Studierende und Mitarbeitende stets informiert und anwesend. Neben der Durchführung eigener Lehrveranstaltungen wurde es mir ermöglicht in den üblichen Lehrveranstaltungen zu hospitieren und Einblicke zu erhalten. So erhielt ich vor allem Einblicke in die Demonstration der physiologischen Messmethoden oder in Vorlesungen von bereits etablierten erfahrenen Lehrkräften. Das Netzwerk aus sportwissenschaftlich Lehrenden als auch Forschenden konnte durch den Aufenthalt deutlich gesteigert werden.
Die Fakultät ist sehr gut ausgestattet und es findet sich eine Vielzahl an Messinstrumenten für physiologische Untersuchungen und der Analyse molekularbiologischer Marker. Seminarräume, Sportstätten und Labore sind nicht weit voneinander entfernt. Insgesamt gestaltet sich der Alltag der Studierenden sehr lebendig und die vermittelten Themen entsprechen aktuellen, relevanten Themen der Sportwissenschaft. Ansonsten besteht der Campus aus einer Mischung älterer und neuer Gebäude und die Atmosphäre ist insgesamt sehr angenehm belebt. Interessant ist, dass auf dem Campus eine Schule, inklusive eines Sportplatzes, integriert ist und dort neue Lehrkonzepte unmittelbar erprobt und evaluiert werden. Hervorzuheben ist ebenso, dass die Sportstätten auf dem Campus sind und sich beispielsweise die Eishockeyhalle direkt neben einem der Hauptgebäude der Fakultät befindet. Besonders die verschiedenen Essensmöglichkeiten sind sehr gut und die Art und Weise der Essensausgabe findet nach dem Prinzip der Selbstbedienung statt.
Die Stadt Jyväskylä bietet durch die Lage an gleich drei Seen einen besonderen Charme. Der aktive Lebensstil der Finnen wird sehr gut repräsentiert. Eine Fahrradtour oder eine Laufrunde um die Seen ist immer gut möglich und kann durch eine Trainingseinheit an einigen Outdoorgyms ergänzt werden. Insgesamt herrscht eine entspannte Atmosphäre in der ganzen Stadt. Daher ist die JYU für einen Auslandsaufenthalt für Lehrpersonal, Forschende und Studierende der Sportwissenschaft sehr zu empfehlen. Die spannenden Forschungsprojekte, die tolle Ausstattung, die vorherrschende Bereitschaft einen internationalen Austausch zu pflegen, sowie der aktive, gesunde Lebensstil passen sehr gut zu den Interessen von Sportwissenschaftler*innen. So bleibt es mir zum Abschluss nur noch zu vermerken, dass ich einen solchen Lehraufenthalt nur wärmstens weiterempfehlen kann.
JProf. Dr. Christiana Schallhorn, Juniorprofessorin für Sportsoziologie
Anfang Januar 2025 hatte ich die Möglichkeit zu einem Lehraufenthalt nach Jyväskylä zu gehen. Finnland im Januar, wenn die Kälte und Dunkelheit am größten sind? Na klar, raus aus der Komfortzone! Und so erlebte ich eine der schönsten Wochen meiner Unilaufbahn. Aber von vorn.
Jyväskylä ist die einzige Universität in Finnland, an der man Sportwissenschaft studieren kann. Die Stadt ist mit ca. 145.000 Einwohnern groß, aber mit einem überschaubaren Stadtkern. Dafür aber mitten in herrlicher Landschaft aus Seen und Wäldern, die im Winter besonders idyllisch wirken.
Mein Aufenthalt in Jyväskylä war im Rahmen der Winter School für Studierende der Sportwissenschaft. Daran nahmen sowohl finnische Studierende teil als auch Studierenden aus sämtlichen Teilen der Welt wie Nordamerika, Europa, Süd- und Ostasien, die einen internationalen Studiengang studierten oder ebenfalls nur für die Winter School vor Ort waren. Das war eine sehr spannende Studierendengruppe, da wir durch die diversen kulturellen, sozialen und akademischen Hintergründe sehr viele unterschiedliche Perspektiven diskutieren konnten, die weit über den Sport in den verschiedenen Länder hinaus gingen. Das war beeindruckend und hat mich nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Auf diese Weise, in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen, erhält man Einblicke und Informationen über andere Länder und Kulturen, die nicht irgendwo zu recherchieren sind, sondern authentisch von Studierenden berichtet werden. Gleichzeitig lernt man die Themen Diversität und Internationalisierung aus einer ‚Lernenden‘ Perspektive neu kennen. Es macht einen großen Unterschied, diese Wörter zu hören, die heutzutage fast schon inflationär verwendet werden, oder die Bedeutung, die dahintersteht, tatsächlich zu erleben. Sich der Vielfältigkeit der Menschen und ihrer Ansichten, Werte und Überzeugungen bewusst und dafür sensibilisiert zu werden, gelingt oft nur im direkten Austausch und respektvollen Miteinander. Allein dies war eine wertvolle Erfahrung für mich und zeigt die Wichtigkeit von Internationalisierung – und solchen Austauschprogrammen. Auch an der Universität habe ich mich sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Alles war bestens organisiert und lief reibungslos. In Gesprächen habe ich viel Neues über Finnland und das Bildungssystem gelernt. Durch die vor Ort organisierten Aktivitäten für Dozierende und Studierende, wie der Besuch eines Futsal-Derbys, Skilanglauf, und – natürlich – die finnische Sauna, hatte ich die Gelegenheit, die finnische Kultur näher kennenzulernen.
Nach einer Woche Jyväskylä kann ich nachfühlen, dass die Finnen die glücklichsten Menschen der Welt sind ohne genau sagen zu können, warum. Für mich war es eine wunderschöne Zeit, in der ich viel dazulernen konnte, was die Lehre mit internationalen Studierenden betrifft – welche Werte sie vertreten, wie sie die Welt des Sports wahrnehmen und was es ihrer Meinung nach braucht. Diese Erfahrung hat mich motiviert, Internationalisierungsprozessen an deutschen Universitäten voranzutreiben. Interessant fand ich auch den Austausch über Digitalisierungsprozesse im finnischen Bildungssystem. Darüber hinaus war es bereichernd, Einblicke in ein Land zu bekommen, das im Winter durch seine Gemütlichkeit, für sein Bewusstsein für gesunde Ernährung und nachhaltigem Denken zum Schutz seiner Umwelt beeindruckt. Finnland im Winter? Auf jeden Fall! Und jederzeit wieder!

Univ.-Prof. Dr. Julian Rentzsch, Professur für Turkologische Sprachwissenschaft
Das Abkommen zwischen der Abteilung für Mittelost-Studien der Karls-Universität Prag und der Abteilung Turkologie der Universität Mainz ist noch relativ neu, daher war dies mein erstes Kennenlernen mit dem Prager Institut und den Kolleginnen und Kollegen dort. Die Abteilung verfügt über eine engagierte und interessierte Studierendenschaft, was ich sowohl in den Lehrveranstaltungen selbst als auch in persönlichen Gesprächen im Nachhinein feststellen konnte. Wir hatten auch Gelegenheit, für die Universität Mainz als Ziel von Erasmus+ Mobilität zu werben und die Studiengänge und Abschlussmöglichkeiten an unserer Abteilung vorzustellen. Neben der eigentlichen Arbeit gab es auch hinreichend Möglichkeiten, die Stadt zu besichtigen und an Kulturveranstaltungen wie der Eröffnung von Orhan Pamuks Wanderausstellung zum „Museum der Unschuld“ in Prag beizuwohnen. 
Dr. Jasmin Fitzpatrick, FB 02 - Sozialwissenschaften, Medien und Sport
Die Collective Short Term Mobility brachte uns einen interessanten Austausch mit Studierenden und Lehrenden der FORTHEM Universitäten zu den Europawahlen 2024. Ein besonderes Highlight war jedoch die Besichtigung des Regionalparlaments in seinem historischem Gebäude.